Schülerinnen und Schüler aus Ettlingen und Épernay arbeiten an gemeinsamen Projekten

Seit 1953 verbindet die Stadt Ettlingen eine Partnerschaft mit dem in der Champagne gelegenen Épernay. In diesem Rahmen treffen sich seit zwei Jahren das Schulzentrum am Horbachpark und das Lycée Polyvalent Stéphane Hessel zum gemeinsamen Projektaustausch.

 

Diese schulübergreifende Partnerschaft, die von den Stadtwerken Ettlingen personell und finanziell unterstützt wird, hat sich dem Thema der nachhaltigen Entwicklung verschrieben. Während im vergangenen Jahr das Thema Latentwärmespeicher - kurz PCM im Focus stand, experimentieren und forschen die Teilnehmer dieses sogenannten Tandems aktuell zum Thema vertikale Windkraftanlagen. Im Mittelpunkt steht also die Nutzung erneuerbarer Energien auf Basis der Windkraft.

Teilnehmer sind hierbei Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrerinnen und Lehrer der Anne-Frank-Realschule und des Albertus-Magnus-Gymnasiums und ihre Kolleginnen und Kollegen aus Épernay. Als Verkehrssprache nutzen die Beteiligten Englisch, aber auch Französisch und Deutsch kommen zum Einsatz.

Physikalische Grundlagen, 3D-Modelling und 3D-Druck, verschiedene Messtechniken und die Optimierung technischer Prozesse sind nur einige Inhalte der Projektarbeit.

Im Zuge der Einarbeitung in die Thematik besuchten die Teilnehmer Firmen und Forschungseinrichtungen rund um das Thema Windkraft im Kreis Karlsruhe und der Champagne. Besondere Bedeutung dieses länderübergreifenden Tandems kommt zweifelsohne der sozialen Komponente, also dem Kontakt mit den Franzosen, mit denen reger Informationsaustausch besteht, bei. Da die Aufgabenstellung beider Teams dieselbe ist, gab es vom ersten Zusammentreffen an Schnittpunkte, was half Berührungsängste abzubauen. Einige Kontakte des letztjährigen Projekts sind auch über den Projektzeitraum hinaus erhalten geblieben.

Nachdem die französische Delegation ihren Besuch in Ettlingen bereits im März angetreten hatte, waren vom 14. bis 17. Mai nun die Ettlinger zum Gegenbesuch in Épernay. Dort wurde der aktuelle Stand der Forschungsarbeiten ausgetauscht. Untergebracht waren die jungen Forscher bei Gastfamilien, was den privaten Austausch zusätzlich stärkte.

Momentan sind die Schülerinnen und Schüler des Horbachparks damit beschäftigt, ihre Projektdokumentation in einem Blog online zugänglich zu machen.

Trotz der vielen technischen Erkenntnisse, dem Gewinn an technischen Fachbegriffen und Fertigkeiten bleibt ein Highlight die mit diesem Projekt entstandene länderübergreifende Freundschaft, die über das Tandem Projekt hinaus Bestand hat.

 

Im Schulalltag ist für diesen intensiven Austausch kaum Zeit. Die Optimierung der Ergebnisse wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, auch der Ausbau des Blogs benötigt Zeit. Deshalb hoffen die Projektteilnehmer, dass auch im kommenden Jahr ein Tandem zusammenkommt, um die Partnerschaft mit Épernay zu stärken und kommenden Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten selbstständig zu forschen und sich mit über den Lehrplan hinausgehenden Lernfeldern auseinanderzusetzen. Dank gilt an dieser Stelle Herrn Eberhard Oehler und Herrn Dr. Stefan Blüm von den Ettlinger Stadtwerken, die das Tandem mit ins Leben gerufen haben und weiterhin tatkräftig personell und materiell unterstützen.

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